Das Plattencover

Relikt der Vergangenheit? Das Plattencover ist eine Kunstform für sich, wenn sie richtig genutzt wird. Heutzutage wird immer weniger Vinyl gekauft; statt dessen erfreut sich vor allem das Format mp3 äußerst großer Beliebtheit.

Das mp3 stehr natürlich klanglich in keinem Vergleich zur Vinylscheibe. Gegen die muss ja auch die CD zurückstehen, und bekanntlich schneiden mp3s noch mehr Frequenzen weg als die CD – kein Wunder, dass sich immer mehr andere Formate durchsetzen. Eine einheitliche Norm gibt es freilich nicht, weshalb man natürlich gut dran ist, wenn das eigene Abspielgerät viele Formate beherrscht. Aber eines werden die digitalen Formate niemals ersetzen können: das Schallplattencover. Wobei das natürlich auch eine Frage des Standpunktes sein kann. Wenn man zum Beispiel mit mp3s oder anderen digitalen Formaten aufwächst, die keinen physischen Datenträger mehr erfordern, dann fehlt einem womöglich nichts, wenn man sich das Cover nur am Bildschirm ansehen kann. Denen, die aufgewachsen sind, bevor Photoshop und AutoCAD da waren, wird es sicherlich schwer fallen, gänzlich auf das Cover zu verzichten. Aber das ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, denn was vor allem verloren geht, ist ja auch das Cover-Material. Und ein schönes Klappcover kann kein iPad oder einer seiner zu erwartetenden Klone ersetzen.

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